Radcomputer

Garmin Edge 810 und Edge 510 - Hands-on und Test

 
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Garmin Edge 810 und Edge 510 - Hands-on und Test

Lange erwartet und endlich da für den ersten Test: je ein Garmin Edge 510 und Edge 810 Radcomputer / Navigationsgerät inklusive Kartenmaterial in Form der City Navigator NT auf microSD-Karte. Nach kurzer Eingewöhnungszeit und Anbau mit dem erheblich verbesserten neuen Lenkerhalter gings bei Schneefall erstmals in die Botanik für einen Test.

 

Radcomputer gibt es wie Sand am Meer, inzwischen auch so einige mit GPS. Das bedeutet aber nicht, dass man damit auch nach einer langen Tour auf unbekanntem Terrain wieder problemlos nach Hause kommt, wie das Auto-Navigationsgeräte im Regelfall beherrschen (sollten). Garmins Edge 810 steht als Nachfolger des Edge 800 und 705 für gute Navigation mit Kartendarstellung, während das kleine Schwestermodell Edge 510 zwar auch GPS beherrscht, aber keine Kartennavigation offeriert. GPS dient in dem Fall zur Geschwindigkeitsermittlung und dem Setzen von Wegpunkten, die man später am PC als gestrichelte Fahrtlinie auf einer Karte wie z.B. Google Maps einsehen und speichern kann. Die aktuelle Position lässt sich in Verbindung mit einem Smartphone aber auch live ins Netz stellen. Spannend... Wir haben beide Geräte getestet.



 

 

Unpacking vom Garmin Edge 510 und 810

Das von Garmin beigefügte Zubehör ist recht umfangreich und bei Edge 510 und 810 fast identisch. Neben dem Gerät, einem Schnellstart-Manual und dem Kartenmaterial nach Wahl (nur Edge 810) bekommt man ein Netzladegerät mit drei Steckdosenadaptern und USB/Mini-USB-Kabel, eine flexible Handschlaufe (nur Edge 510), zwei kleinere Lenker- und Vorbauhalterungen mit Befestigungsmaterial, eine recht hochwertige Edge-Lenkerhalterung (Edge Bundle, einzeln satte 39 Euro), den Kadenz- und Speedsensor Garmin GSC10 mit ANT+ und Speichenmagnet (Edge Bundle, einzeln 39 Euro) sowie einen ANT+ Herzfrequenzgurt (Edge Bundle, einzeln von vielen Herstellern auch so um die 40 Euro). Das Bundle Package kostet beim Edge 510 70 Euro Aufpreis, beim Edge 810 80 Euro extra.

Angesichts der etwas windigen Standardlenkerhalterung, die aber immerhin in doppelter Ausführung im Karton liegt und am Vorbau oder Lenker mit den sehr sicher haltenden Gummiringen montiert ein wenig trashig ausschaut, erfreut die sehr hochwertige Edge-Lenkerhalterung aus dem Bundle-Paket. Die Halterung wird rechts neben dem Vorbau am Lenker geklemmt, das Edge im 90-Grad-Winkel aufgesteckt und dann gen Fahrtrichtung festgedreht. So steht der Radcomputer vor dem Vorbau, schaut gut aus und ist sehr gut befestigt.

Der Speed- und Kadenzsensor entstammt ebenfalls dem Bundle-Package und wurde bereits mit dem Edge 705 ausgeliefert. Wer schon mal einen GSC10 an der Hinterbaustrebe montiert hatte, weiß um das zuweilen divenhafte Benehmen dieses Zubehörs. Wer sich dafür entscheidet, sollte penibelst auf die absolut korrekte Ausrichtung des Sensors achten um Kadenz am Pedalarm und Geschwindigkeit an der Speiche abnehmen zu können.


Unterschiede zwischen den beiden Edge-Modellen

Was soll es denn nun werden - 510 oder 810? Die Entscheidung, ist sie denn für Garmin gefallen, fällt recht leicht. Navigation kann nur der Edge 810. Zwar beherrscht auch der 510er GPS, nutzt dieses aber nicht für Navigation, sondern für das Live-Tracking-Feature (dazu später mehr), Geschwindigkeitsmessung, die lokalisierte Wettervorhersage im Kombination mit einem Bluetooth-Smartphone und mobiler Datenverbindung und natürlich die Aufzeichnung einer Route. Gespeicherte Fahrten lassen sich später am Rechner ansehen.

Beide Farbdisplays sind Touchfähig und reichen von der Displaygröße vollkommen aus. Das 510er Display mit seinen 4,4 x 3,5 Zentimetern ist etwas kleiner, muss aber auch keine Karten darstellen und ist gut dimensioniert.

Mit dem Edge 510 entscheidet man sich für einen sehr gut ausgestatteten Radcomputer mit üppiger Akkuleistung und zahlreichen Funktionen, die für Daten-Liebhaber wichtig sind. Wer seine Trainingsrouten kennt und auf Navigation verzichten kann, erhält für 299 Euro (+ Bundleaufpreis, falls gewünscht) ein tolles Gerät.

Den Edge 810 wählt man, wenn Navigation erforderlich ist. Das wird vor allem im Trainingslager auf unbekanntem Terrain interessant, ist für Mehrtagestouren wichtig oder wenn es mal der Nase nach ins Grüne geht und die Rückfahrt stressfrei verlaufen soll. Nicht zu unterschätzen ist auch der Upload von fertigen Tracks auf das Gerät. So lassen sich erprobte Tracks von Dritten nachfahren. Rein optisch unterscheidet sich der Edge 810 nur geringfügig vom Edge 800, seinem Vorgänger. Die Unterschiede liegen in der Software.

 

No data available.

 

Der Test des Garmin Edge 510 und 810

 

Das Display

Wie schon im CES-Artikel zu den beiden neuen Edge-Modellen erwähnt, erscheint die Auflösung gegenüber den heute üblichen Monsterauflösungen bis hin zu Full HD (1920x1080) auf Smartphones sehr gering. Im Falle des 510er ist das zu verschmerzen, es werden eh bis auf ein paar einfache Icons keine Grafiken angezeigt. Da stört das Pixeln wenig. Beim Garmin Edge 810 hätte es unserer Meinung nach durchaus etwas mehr Auflösung sein dürfen. 160x240 Pixel sind recht wenig, auch wenn wir nur von einem 2,6"-Screen sprechen. Garmin begründet die Wahl des gering aufgelösten Displays auf Rückfrage mit einer Präferenz auf die Akkuleistung. Ein Mehr an Auflösung bedeutet immer auch einen Verlust an Laufleistung bei gleichem Akku. Diesen Kompromiss war man nicht bereit einzugehen.

Die Sensitivität des Displays für Fingerführung ist zuweilen etwas inakkurat und zu wenig feinfühlig. Hier könnte Garmin noch ein wenig nachbessern. Ich muss hinzufügen, dass die meisten Nutzer von Smartphones kapazitive Displays gewohnt sind, wo schon eine leichte Berührung ausreicht. Bei Garmins Edge-Geräten kommen resistive Displays zum Einsatz, die drucksensitiv auf Eingaben reagieren. Das ist auch der Grund, warum die Nutzung im Regen und auch mit Handschuhen so problemlos möglich ist. Getestet haben wir das mit einem Specialized BG Ridge Langhandschuh, klappt hervorragend. Im direkten Sonnenlicht fällt auf, dass beide Displays spiegeln und es eine maximale Helligkeitseinstellung bedarf um das tolerieren zu können. Mir einer Antireflex-Folie sollte das Problem keines mehr sein. Leider lag keine dabei und muss etxra gekauft werden.

Auch die Eingabe von Daten (z.B. der Radbezeichnung, Navigationsziele...) ist recht gewöhnungsbedürftig. Man muss leicht unterhalb des gewünschten Textzeichens tippen um dieses anzuwählen, Schreibfehler sind trotzdem kaum auszuschließen. Unsere Test-Finger sind recht schmal, wer weniger filigrane Fingerkuppen hat, muss ein wenig üben und den richtigen Druckpunkt finden.

Nach wie vor ist die Konfiguration und Aufteilung des Displays in bis zu 10 Datenfelder ein echts Killerfeature, was beide Geräte von vielen Radcomputern abhebt. Über den Menüpunkt "Aktivitätsprofile" lassen sich auf Edge 510 und 810 bis zu fünf Seiten mit je maximal 10 Datenfeldern frei belegen. 85 Datenfelder stehen insgesamt zur Verfügung. Nutzer von Powermetern und Datenfreaks bekommen hier eine wahre Datenflut zu sehen. Übrigens: Die Balance-Verteilung ist als neues Feld auswählbar. Damit hat Garmin die Voraussetzungen geschaffen um Powermetern wie z.B. den demnächst erscheinenden Garmin Vector auch das letzte Quentchen an Informationen zu entlocken. An unserem SRM-Testsystem gibt es keine LR-Verteilung, fällt also weg.

Unter dem Display finden sich zwei Taster, man kennt das bereits von den Vorgängermodellen. Der linke Taster setzt auf Knopfdruck Laps (Zwischenzeiten / Runden), während der rechte ein Training oder Rennen und somit die Aufzeichnung startet und beendet.

 

 

Akku und Speicher

Wir haben beide Lithium-Akkus von Edge 510 und 810 nun mehrfach unter wechselnden Bedingungen bis zum Ende laufen lassen. Die Laufzeit ist, wie bei allen ähnlichen Geräten, stark von der Nutzungsart, den verbundenen Sensoren, Verbindung zum Smartphone und vor allem der Helligkeitseinstellung abhängig. Die Angabe von 17 Stunden (Edge 810) und 20 Stunden (Edge 510) ist wie erwartet eher theoretischer Natur. Nutzt man durchgehend GPS und eine Helligkeit von etwa 80% bei paralleler Verbindung zu einem Powermeter oder Speedsensor sind aber durchaus etwa 13 Stunden (Edge 810) und etwa 15 Stunden (Edge 510) drin. Läuft die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, verringert sich die Laufzeit der Akkus um weitere Stunden. In jedem Fall sind beide Akkus ausreichend dimensioniert um einen Tag auf dem Rad mit der kompletten Bandbreite an Sensorik und einer permanenten Bluetooth-Verbindung bei hoher Helligkeitseinstellung zu meistern.

Dem Edge 510 bleiben vom intern zugänglichen Speicher (21 MB) 15,5 MB für Trainingsfiles übrig. Da die Datensätze von Trainingsfahrten oft nur wenige Kilobyte groß sind, reicht das auch vollkommen aus. Der Edge 810 hat wie auch schon der Edge 800 nur 105 MB Speicherplatz, von denen aber nur knapp über 71 MB für die freie Nutzung übrig bleiben. Das ist ziemlich mager, reicht zwar problemlos für Trainingsdatensätze und jede Menge Streckenprofile (Routen), nicht aber für zusätzliches Kartenmaterial. Dafür ist der Kauf einer Micro-SD-Karte erforderlich. Da die Preise für SD-Speicher Tiefststände erreicht haben, ist dieser Mangel recht gut zu verschmerzen.

Der Akku ist in beiden Geräten fest verbaut und lässt sich nicht ohne Weiteres selbständig tauschen.


Pairing mit ANT+ Geräten

Als erstes koppelten wir beide Geräte mit einem SRM Powermeter, was nach 2 Sekunden erledigt war. Subjektiv klappt das Koppeln schneller als mit den Vorgängermodellen. Auch mehrere Herzfrequenzgurte von O-Synce und Suunto wurden sofort gepaired. Gleiches gilt für den im Bundle mitgelieferten GSC10. Auch an dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass das Pairing nur mit ANT+ -Geräten, nicht aber mit ANT-Geräten funktioniert.

Um die Livetracking-Funktion in Betrieb zu setzen, den finalen Datensatz des Trainings oder Rennens vom Edge 510 und 810 auf Garmin Connect hochzuladen und auch um die Wetterinfos abzurufen, ist eine permanente Datenverbindung über ein Bluetooth-fähiges Smartphone notwendig. Wir haben beide Edge mit einem Sony Xperia S gekoppelt - auch das ging innerhalb weniger Sekunden problemlos. Für die Datenübertragung ist die kostenlose App Garmin Connect notwendig. Die App gibts übrigens für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme (Android, iOS, Windows Phone 8 und Blackberyy - nicht für Bada).

Navigation und Karten auf dem Garmin Edge 810

Installiert ist beim Edge 810 das berühmt berüchtigte und als Base Map bekannte Kartenmaterial. Gibt's auch auf zig anderen Navigationsgeräten von Garmin. Anfangen kann man damit, nun - nichts. Das Kartenmaterial reicht gut um auf einer Autobahn den Weg von München nach Berlin zu finden, für viel mehr aber auch nicht. Die Base Map glänzt vor allem durch weiße Flächen. Es führt alsdo kein Weg an gescheitem Kartenmaterial vorbei das nach Möglichkeit Routingfähigkeit aufweist. Nur auf routingfähigen Karten lässt sich auf Straßenbasis navigieren und nur das macht für Rennradfahrer Sinn.

Wer das Gerät auf dem Rennrad nutzen möchte, greift gleich zum Bundle mit der erweiterten Straßenkarte City Navigator Europe NT. Die 4GB Micro SD-HC-Karte wird in den entsprechenden Kartenslot des Edge 810 eingesteckt und verfügt neben der Karte über 980 GB freien Speicher, damit lässt sich arbeiten. Um mit dem Mountainbike ins Gelände zu gehen, empfiehlt sich je nach Ziel eine entsprechende Topo-Karte auf Micro-SD. Da Garmin inzwischen auch die Nutzung von kostenfreien OSM-Karten (Open Street Maps) auf dem Edge ermöglicht, steht dem Anwender umfassendes und qualitativ meist hochwertiges Material zur Verfügung um alle Ansprüche abzudecken. Im Falle von OSM-Karten empfiehlt sich der Kauf einer zusätzlichen Micro-SD-Karte, wenn die City Navigator NT SD-Karte nicht mitgekauft wurd sowieso, denn für Kartenmaterial reicht der sehr kleine interne Speicher des Edge 810 nicht aus. Erfreulich ist das Fehlen der früher üblichen Registrierung von Kartenmaterial auf Garmins Website. Damit wurden die Maps an bestimmte Geräte gekoppelt, was beim Verkauf nervig wird. Die kopiergeschützte Micro-SD bietet offenbar genug Schutz und kann problemlos auch in anderen kompatiblen Geräten genutzt werden.

Neben der Navigation mit der Eingabe eines Ziels ist auch das Abfahren von vorab am Rechner erstellten oder heruntergeladenen Strecken (Routen) im GPX-Format möglich. Der Upload läuft über USB. Die Planung solcher Strecken lässt sich über Portale wie GPSies oder auch das kostenlose Planungstool Garmin BaseCamp erledigen.

Was noch beim Edge 705 ein echter Aufreger war, nämlich die langsame Nachberechnung in Städten bei verpassten Abfahrten, scheint nun behoben. Die Berechnung geschieht zügig und auch das Abbiegesignal kann man wie gewohnt kaum überhören oder übersehen. Die Kartendarstellung ist beim Edge 810 unmissverständlich und klar. Was stört, ist die fummelige Eingabe von Zielen über das Touchdisplay. Ich hatte schon diverse Smartphones oder sagen wir Handys mit Touchdisplay, deren Eingabefelder kleiner waren und die sich trotzdem fehlerfreier bedienen ließen. Hier sollte Garmin unbedingt nachbessern.

 

Birds Eye ist nichts anderes als der Blick vom Satelliten auf einen Kartenausschnitt, kennen wir seit langem z.B. von Google Maps. Was Garmin also als Feature beim Edge 810 beschreibt, ist kein neuer Meilenstein der Entwicklung sondern ein schlichter Layer, der automatisch kalibriert über das vorhandene Kartenmaterial gelegt wird. Kurzum, braucht man nicht, ist aber schick und hebt sich deutlich von der sehr einfachen Straßendarstellung ab. Die Funktion muss über Garmin BaseCamp aktiviert werden und ist im Demomodus mit einem einzigen Layer verfügbar, der auch auf das Edge übertragen werden kann. Die Layer liegen in drei verschiedenen Zoomstufen über 1:25.000, 1:100.000 und 1:200.000 zur Verfügung und sind nur in diesen Stufen scharf, liegt man dazwischen, ist das Bild unscharf. Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass es sich hierbei nicht um vektorisiertes Kartenmaterial, sonder um Rasterkarten handelt, die als Layer über die Routing-Map gelegt werden. Immerhin werden die Karten in BaseCamp sauber kalibriert und passen exakt übereinander.
Soll Birds Eye aktiv genutzt werden, wird ein Jahres-Abo fällig. Der Bereich Deutschland-Österreich-Schweiz (D-A-CH) frisst uns dafür noch einmal ein knapp 20 Euro tiefes Loch in die Haushaltskasse. Es empfiehlt sich also vor dem Kauf eines Edge-Bundles darüber nachzudenken welches Kartenmaterial am meisten Sinn macht. Für unseren Bereich würde sich am ehesten der Kauf der Alpen-Topo von Garmin anbieten die sowohl Routing anbietet als auch Topografie anbietet und vektorisiert ist. Wer Wert auf Details legt und eher touristisch unterwegs ist, für den mag BirdsEye eine Lösung sein.

 

 

Garmin Live-Tracking über Garmin Connect (Into Sports)

DAS mit Spannung erwartete Feature von Garmin Edge 510 und 810 war das Live-Tracking. Was ist Garmin Live-Tracking? Wer sich schon einmal mit der beliebten App Glympse (iPhone, Android, Windows 8 Phone und Blackberry) am Smartphone auseinanergesetzt hat, weiß was nun kommt. Garmins Live-Tracking-Funktion übermittelt die per GPS ermittelte Position, Höhe, Geschwindigkeit und Herzfrequenz vom Edge 510 und 810 an das Smartphone und wird über die App und eine (hoffentlich) bestehende Datenverbindung an einen beliebigen Empfänger gesendet. Eine E-Mail-Adresse reicht z.B. dafür aus, es kann aber auch ein Link direkt auf Facebook oder Twitter gesendet werden. Der Link enthält einen temporären Gast-Zugriff auf das Live-Tracking, eine Registrierung ist nicht notwendig.
Die Datenübertragung erfolgt nicht in einem permanenten Datastream, sondern alle 30 Sekunden. In der Kartenansicht wandert der Positionspunkt so durch die Bing-Karte und markiert die gefahrene Strecke mit einer blauen Linie.

 

 

Nach Beendigung einer Einheit mit Live-Tracking sendet der Edge den kompletten Datensatz an Garmin Connect, von wo alle Daten grafisch aufbereitet eingesehen werden können. Hier ist auch das Editieren und Zuweisen in Kategorien möglich. Der Datensatz variiert je nach Fahrzeit in der Größe, wobei wir hier nur von Datenmengen im geringen Kilobyte-Bereich reden. Ist die Datenübetragung aufgrund fehlender Konnektivität des Smartphones unterbunden, werden die Daten bei neuer Verbindung nachgeliefert. Alternativ kann man den finalen Datensatz auch manuell vom Garmin Edge per Kabel ins System laden. Gespeicherte Datensätze und auch deren Tracks (Routen), lassen sich übrigens jederzeit und überall via Garmin Connect App auf das Edge laden. So ist es möglich auch unterwegs eine schon gefahrene Route downzuloaden und zu nutzen.

Ein ganzes Trainingsbuch mit Routeninfos lässt sich so mit dem Webdienst organisieren. Wie das genau funktioniert, werden wir kurzfristig in einem weiteren Artikel "Garmin Live-Tracking - der Ratgeber" inkl. Video zeigen.

 



Kompatibilität mit Programmen wie WKO+ und Golden Cheetah

Marktführer im Bereich der Auswertungsprogramme für Leistungsdaten ist TrainingPeaks mit WKO+. Garmin hat in den beiden Edge 510 und 810 nicht nur die Links/Rechts-Balance als Prozentwert integriert um die Kraftverteilung zwischen den beiden Beinen messen zu können, sondern auch die von Hunter Allen und Dr. Andrew Coggan (TrainingPeaks) entwickelten Metriken und Schwellen TSS (Training Stress Score), IF (Intensity Factor) und NP (Normailzed Power), sowie Watt pro kg als Wert der maximalen Leistungsabgabe integriert.

 

Kompatbilität mit weiteren Devices

Zur Eurobike 2013 hat Garmin seine erste Actioncam Garmin Virb und Virb Elite präsentiert und mit ihr auch die Option per ANT+ Kontrolle über die Actioncam zu übernehmen. Diese Funktion ist dem Edge 510 aktuell (15.9.2013) noch nicht möglich.

 

Wetterinfos

Ist die App Garmin Connect auf dem Smartphone aktiviert und das Gerät mit dem Garmin Edge gekoppelt, lassen sich Wetterinformationen auf das Edge übertragen. Auf Basis der aktuellen Position stammen die Daten von der nächstgelegenen Wetterstation. Bei unserem Test mit dem Edge 810 kamen die Wetterdaten für die nächsten Stunden von der Wetterstation Hohenpeissenberg, etwa 15 Kilometer Luftlinie von unserem Standort etwas nördlich davon im Alpenvorland. Was die App nicht leistet, ist eine Wetterinformation auf einer geplanten Strecke. Wolkenbewegungen wie man sie von Wetterportalen kennt lassen sich nicht über eine Karte legen um zu ermitteln, ob man eine Regenfront umfahren kann.

 

Updates

Der kostenlos bei Garmin downloadbare Web-Updater sorgt per USB-Kabel für stets aktuelle Firmware. Gerade im Jahr 1 eines Produkzyklus lohnt ein monatlicher Blick auf Updates. Es wird viel nachgebessert, manchmal auch aufgerüstet. Unser Testgerät war schon kurz nach dem Test im März mit zwei Firmware-Updates bedacht worden.

 

Testfazit: Vorteile und Nachteile beim Garmin Edge 510 und 810

 

Vorteile

  • Der Systemstart geht bei beiden Geräten schnell über die Bühne.
  • Das Livetracking-Feature mit dem recht ausgereift wirkenden Webdienst ist eine Killerfunktion, die letztendlich sowohl den Edge 510, als auch den Edge 810 mangels Mitbewerbergeräte zu einem Verkaufsschlager machen wird.
  • Die Navigation beim Edge 810 geht zügig von der Hand und auch unplanmäßige Änderungen an der Fahrtstrecke (Abbiegevorgang ignorieren) werden recht schnell kompensiert.
  • Die Akkuleistung beider Geräte mit mindestens 17 Stunden ist hervorragend. Aufgeladen wird per USB am Notebook/PC, einem externen Akku oder Netzladegerät.
  • Die neue Edge-Lenkerhalterung ist ein enormer Fortschritt gegenüber den windigen Plastikhalterungen. Haken: der Preis (39 Euro!)
  • Die Gummiabdeckung der Buchsen ist mit einer direkt zugänglichen Schraube (Uhrmacherschraubendreher erforderlich) gesichert. Bei Verlust kann man die Abdeckung in Sekunden selber ersetzen.
  • Im Zusammenspiel mit einem Smartphone ist die lokale Wettervorhersage eine tolle Funktion. Schade nur, dass man sie nicht als eine Seite definieren kann und über den schwergängigen Ein- und Ausschalter bedienen muss.
  • Für die Anlage von eigenen Bikes können neben Namen (ging schon immer) nun auch Rad-Icons gewählt werden und auch die Farben für Rennen und Training sind individuell wechselbar.
  • Das Finden von GPS-Satelliten geht erheblich schneller als noch beim Edge 500. Sobald Rad und Edge im Freien sind und man das Rad bestiegen hat, sind ausreichend Satelliten angezapft.
  • Die Ausführung beider Geräte kann man als "stabil" bezeichnen. Beide Gehäuse sind wasserdicht (IPX-7, eine Stunde bei einem Meter unter Wasser). Einen Sturz vom Rad werden wohl beide Geräte eher überleben als ein Smartphone.

 

Nachteile (Statements von Garmin sind angefügt)

  • Bei beiden Geräten ist der Druck auf den Ein- und Ausschalter an der linken oberen Seite präzise und mit einiger Kraft auszuführen. Da der Schalter auch zur Helligkeitseinstellung, den Sensorinfos und dem Aufruf des Wetterfeeds führt, benötigt man ihn zuweilen. Das funktioniert nur, wenn man als Rechtshänder mit dem Daumen drückt und mit mindestens einem Finger an der anderen Seite gegenhält. Garmin war es jedoch wichtig den Ein- Ausschalter gegen unbeabsichtigtes Drücken zu sichern, wenn das Gerät aus der Halterung gedreht wird.
  • Das Touchdisplay hätte etwas mehr Auflösung vertragen können. Garmin hat darauf verzichntet um die Akkulauflänge nicht durch den Hauptstromfresser "Display" zu torpedieren.
  • Die resisitiven Displays sind für Nutzer kapazitiver Displays gewöhnungsbedürftig. Die Technik hat Vor- und Nachteile, könnte aber etwas feinfühliger sein.
  • Die Usability der Edge-Serie war schon immer gewöhnungsbedürftig. Eine intuitive Bedienung ohne Anleitung ist schwerlich möglich. Garmin ist bewusst, dass die UI an der Edge-Serie nicht perfekt ist und arbeitet daran.
  • Der Kontrast bei beiden Geräten könnte bei Sonne höher sein und das spiegelnde Display ist dabei nicht hilfreich. Wer lieber eine matte Displayoberfläche haben möchte, bestellt sich eine Folie für wenige Euro. Damit dürfte dann auch der Kontrast kein Problem mehr sein.

 

Einen ausführlichen Test mit Schwerpunkt Navigation des Garmin Edge 810 findest Du hier.

 

  

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Solltest Du planen dieses Gerät aufgrund dieses Tests zu kaufen, kannst Du dies über das Amazon-Angebot links neben diesem Text tun und unterstützt dabei den Betrieb dieser Seite. 

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